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15 Plattdeutsche Begriffe, die deine Freunde sicher nicht kennen

Plattdeutsch, auch Niederdeutsch genannt, ist eine faszinierende Sprachvariante, die besonders im Norden Deutschlands verbreitet ist. Obwohl der Name „Plattdeutsch“ nicht auf die flache Geografie der Region hinweist, sondern historisch „einfach“ oder „klar verständlich“ bedeutet, kann das Verstehen dieser Sprache heutzutage eine kleine Herausforderung sein. Doch genau das macht ihren Reiz aus. Dieser Artikel stellt 15 bemerkenswerte plattdeutsche Wörter vor, die dir helfen, dich wie ein echter Norddeutscher zu fühlen.

Beginnen wir mit dem Ostfriesischen, wo der Begriff „Snöttbort“ verwendet wird. Er mag an Schwedisch erinnern, bezeichnet aber liebevoll einen „Rotzlöffel“ oder „Halbstarken“. In der Altmark hört man oft „mi(e)n Strunzel“ als zärtliche Bezeichnung für ein Mädchen, sei es die Tochter oder Enkelin. Verwechsle es nicht mit „Streusel“, denn das wäre zu süß!

Wer sich „abelig“ fühlt, dem geht es schlecht, ein Begriff, der laut NDR-Wörterbuch hauptsächlich in Gütersloh und Bielefeld bekannt ist. Und wenn du in Mecklenburg oder Rostock auf den Po fällst, landest du auf dem „Achtersteven“. Ich muss dabei immer an die Schifffahrt denken, ein passendes Bild für diese Region.

Ein weiterer amüsanter Ausdruck ist der „Ackersnacker“. Obwohl er nach einem Snack klingt, hat er nichts damit zu tun. In der Lüneburger Heide bedeutet er heutzutage „Handy“, während er in Hannover und Calenberg eine „Unterhaltung von Bauern auf dem Acker“ beschreibt. Und der ostfriesische Maikäfer, der „Eckelteev“ genannt wird, hat einen Namen, der bei manchen vielleicht Ekel hervorrufen mag – aber hey, er ist immer noch ein Maikäfer!

Wenn man in Kiel oder Holstein nachlässig oder unpräzise arbeitet, sagt man „galoppschoostern“. Das beschreibt treffend, dass schnelle Arbeit oft nicht die beste ist. Im Emsland nennt man den Mittwoch vielerorts „Gaunsdag“, eine interessante Alternative zum „Bergfest“. Für einen „jungen Angeber“ gibt es im Ostfriesischen das wunderbare Wort „Gebintenspringer“. Das könnte man diskret einsetzen, wenn man im Süden Deutschlands unterwegs ist.

Wer in Hamburg oder Schleswig-Holstein einen Geldautomaten sucht, fragt am besten nach einem „Geldutsmieter“. Ich persönlich lese jedes Mal „Geduldsmieter“ und finde das irgendwie passend. Im Oldenburger Münsterland wird ein „Geschichtenerzähler“ oder „Witzbold“ als „Oansägel“ bezeichnet – weil er einem die Ohren absägt, versteht sich. Und in Hamburg ist „obsternatsch“ ein Synonym für „stur“ oder „eigensinnig“.

Zuletzt gibt es noch das Wort „Udl“ für Polizisten in Hamburg, das in meinen süddeutschen Ohren fast schon zu niedlich klingt. Man stelle sich vor, jemand ruft bei einer Razzia: „Achtung, der Udl kommt!“ Und schließlich, wenn es Zeit für die Nachtruhe ist, ziehen sich die Menschen in Cloppenburg einen „Nachtpolter“ an. Dieser Begriff, eine Kombination aus „Nacht“ und „Polter“, spielt auf eine gemütliche, vielleicht auch unruhige Nachtruhe an, bei der man sich im Schlaf bewegt oder „poltert“. Obwohl selten geworden, verleiht dieser Ausdruck dem Schlafanzug eine fast poetische Note.