Die Afro Futuristic Convention, gegründet von der engagierten Musikerin und Aktivistin Onejiru, setzt sich in diesem Jahr kritisch mit dem brisanten Thema Menstruationshygiene und -gesundheit auseinander. Die Veranstaltung, die in Hamburg stattfindet, beleuchtet die gravierenden Auswirkungen mangelnden Zugangs zu Periodenprodukten und sanitären Anlagen auf Frauen weltweit. Durch Panel-Diskussionen, kreative Performances und die Einbeziehung von Expertinnen wie der ehemaligen Fußballspielerin Doreen Nabwire wird die Plattform zu einem wichtigen Forum für den Austausch und die Lösungsfindung, um bestehende Barrieren abzubauen und das Bewusstsein für dieses essenzielle Gesundheitsthema zu schärfen. Die Initiative betont zudem die Rolle von Technologie und Finanzierung bei der Verbesserung der Lebensbedingungen von Frauen.
Ein zentraler Aspekt der Convention ist die Kampagne „Push the Red Button – Activate Change“, die darauf abzielt, die Stigmatisierung der Menstruation zu überwinden und sie auf eine breitere öffentliche Bühne zu bringen. Dies ist besonders relevant, da Periodenarmut nicht nur die Gesundheit und Würde von Frauen beeinträchtigt, sondern auch ihre Bildungschancen und damit ihre soziale und wirtschaftliche Entwicklung massiv einschränkt. Die Convention setzt sich dafür ein, dass Mädchen und Frauen, insbesondere in Afrika, nicht mehr aufgrund ihrer Menstruation vom Schulbesuch ausgeschlossen werden oder vor der schwierigen Wahl zwischen Essen und Periodenprodukten stehen müssen. Durch gezielte Maßnahmen und die Sichtbarmachung von inspirierenden Persönlichkeiten wie Sheebah Karungi, die sich für Menstruationshygiene einsetzt, möchte die Initiative einen nachhaltigen Wandel bewirken und Chancengleichheit fördern.
Menstruationshygiene und globale Ungleichheit
Die Afro Futuristic Convention in Hamburg thematisiert in diesem Jahr die Menstruationshygiene und -gesundheit, ein Bereich, in dem weltweit noch große Ungleichheiten bestehen. Die aus Nairobi stammende und in Deutschland aufgewachsene Musikerin Onejiru, Gründerin der Plattform Future Female Africa, hat diese Initiative ins Leben gerufen. Die Veranstaltung, die im Rahmen des Reeperbahn Festivals stattfindet, rückt die Notwendigkeit in den Vordergrund, die Stigmatisierung der Menstruation zu überwinden und den Zugang zu adäquaten Hygieneprodukten sowie sanitären Einrichtungen zu verbessern. Weltbank-Studien zeigen, dass hunderte Millionen Frauen und Mädchen keinen ausreichenden Zugang zu diesen grundlegenden Bedürfnissen haben, was ihre Gesundheit, Bildung und Würde stark beeinträchtigt. Die Convention möchte diesen Missstand durch Aufklärung, Diskussionen und kreative Beiträge beheben.
Onejirus Motivation, die sich als „Afropolitan“ versteht, entspringt ihrer Beobachtung, dass die Projekte Schwarzer Frauen oft unsichtbar bleiben. Die Convention bietet eine Plattform, um diese Sichtbarkeit zu erhöhen und die Vernetzung innerhalb der afrikanischen und diasporischen Gemeinschaften zu stärken. Die Kampagne „Push the Red Button – Activate Change“ ist ein zentrales Element, um das Thema Menstruation, das noch immer mit Tabus belegt ist, in den Mainstream zu bringen. Die Diskussionen konzentrieren sich darauf, wie Technologie zur Verbesserung der Menstruationshygiene beitragen kann und wie der Zugang zu Finanzierungsmöglichkeiten erweitert werden kann, um nachhaltige Lösungen zu schaffen. Dies ist ein wichtiger Schritt, um die globalen Ungleichheiten im Bereich der Menstruationsgesundheit anzugehen und Frauen weltweit zu unterstützen.
Die sozioökonomischen Auswirkungen von Periodenarmut
Die Afro Futuristic Convention betont eindringlich die sozioökonomischen Folgen der Periodenarmut. Insbesondere in afrikanischen Ländern, wo ein Großteil der Frauen sich keine Menstruationsprodukte leisten kann, führt dies zu erheblichen Einschränkungen. Die kenianische Ex-Fußballspielerin Doreen Nabwire, eine der Speakerinnen der Convention, verdeutlicht in ihrem Engagement für Girls Unlimited, wie der Mangel an Wasser und sanitären Einrichtungen die Frauengesundheit direkt beeinflusst. Diese Situation zwingt viele Mädchen und Frauen, sich zwischen Nahrung und grundlegender Hygiene zu entscheiden, was ihre Lebensqualität und ihre Chancen im Leben drastisch mindert. Die Convention hebt hervor, dass die junge Generation in Kenia, dank globaler Vernetzung, zunehmend gegen die Besteuerung von Menstruationsprodukten protestiert und so auf die Notwendigkeit von Veränderungen drängt.
Die weitreichenden Auswirkungen der Periodenarmut zeigen sich deutlich in Ländern wie Uganda, wo ein hoher Prozentsatz der Mädchen während ihrer Menstruation dem Unterricht fernbleibt. Dies hat katastrophale Folgen für ihre Bildung und damit für ihre Chancengleichheit und persönliche Entwicklung. Ohne Schulabschluss bleiben ihnen viele Möglichkeiten verwehrt, was die Spirale der Armut weiter verstärkt. Die Convention unterstreicht, dass die Menstruation nicht nur ein biologischer Prozess ist, sondern auch tiefgreifende Auswirkungen auf die psychische und physische Selbstwahrnehmung hat, insbesondere wenn junge Mädchen nicht aufgeklärt werden. Projekte wie die Kampagne „Push the Red Button – Activate Change“ sind daher essenziell, um Barrieren abzubauen, Bildung zu fördern und die Zukunft junger Frauen und Mädchen nachhaltig zu verbessern.
