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Alte IKEA-Möbel: Vom Schnäppchen zum begehrten Sammlerstück

Einst galten IKEA-Möbel als Inbegriff erschwinglicher Einrichtung für Studentenwohnungen und erste eigene vier Wände. Doch die Zeiten ändern sich, und was früher als praktische, aber unscheinbare Ausstattung diente, hat sich zu begehrten Sammlerobjekten entwickelt. Vintage-Stücke des schwedischen Möbelriesen erzielen auf Auktionsplattformen inzwischen erstaunlich hohe Preise. Catawiki, ein führender Online-Marktplatz für besondere und seltene Gegenstände, bestätigt diesen Trend mit einem deutlichen Anstieg der Nachfrage nach älteren IKEA-Produkten. Einige dieser Designikonen haben ihren ursprünglichen Verkaufspreis sogar um ein Vielfaches übertroffen. Dieser Wandel zeigt, wie funktionales Design aus vergangenen Epochen zu wertvollen Investmentobjekten avanciert ist, die nicht nur eine Geschichte erzählen, sondern auch finanziellen Wert besitzen.

Ein herausragendes Beispiel für diesen Wertzuwachs ist der Stuhl von Karin Mobring, der 1977 auf den Markt kam. Mit seiner eleganten Lederbespannung avancierte er schnell zum Vintage-Klassiker. Ursprünglich für unter 50 Euro erhältlich, wurde ein Exemplar kürzlich auf Catawiki für 1.300 Euro verkauft, während andere Angebote sogar Preise von bis zu 3.500 Euro erreichen. Ähnlich verhält es sich mit der Tischlampe „CIRKEL“ aus den frühen 90er-Jahren. Einst für etwa 40 Euro zu haben, erzielte sie bei Catawiki 160 Euro und wird anderswo sogar für über 1.000 Euro gehandelt. Das farbenfrohe Regal „GUIDE“, 1985 von Niels Gammelgaard entworfen, erlebte eine ähnliche Metamorphose: Von einem Anfangspreis von umgerechnet 60 Euro stieg sein Wert auf 500 bis 1.300 Euro. IKEA hat sogar eine Neuauflage dieses Regals im Rahmen der „Nytillverkad“-Kollektion angekündigt, die in Österreich bereits für 150 Euro erhältlich ist.

Auch die „DIANA“-Stühle von Karin Mobring, die 1972 für jeweils rund 12 Euro verkauft wurden, sind heute wahre Schätze. Ein Paar dieser Stühle wurde auf Catawiki für 750 Euro versteigert, was den enormen Wertzuwachs unterstreicht. Die „PS JONSBERG“ Vasen aus dem Jahr 2005, ursprünglich für etwa 30 Euro das Stück erhältlich, sind ebenfalls gefragte Deko-Objekte, die online für 200 bis 300 Euro angeboten werden. Ein Viererset erzielte auf Catawiki sogar beeindruckende 2.450 Euro. Selbst futuristische Aluminium-Skulpturen aus den 80ern, entworfen von Eva & Peter Moritz, erzielen hohe Preise. Ein Exemplar wurde für 167 Euro verkauft, trotz kleinerer Mängel. Der Stuhl „VILBERT“ von Verner Panton, ein limitiertes Stück aus dem Jahr 1993 (nur 3.000 Exemplare), kostete einst 20 Euro und wird heute für 600 bis 2.000 Euro gehandelt.

Selbst aktuelle IKEA-Produkte können eine lohnende Investition sein. Die „VARMBLIXT“ Wand- und Tischleuchte in Donut-Form, die immer noch bei IKEA erhältlich ist, hat sich bereits zu einem beliebten Sammlerstück entwickelt. Obwohl sie nur 60 Euro kostet, wird sie online für bis zu 160 Euro gehandelt. Die Stapelhocker „BENJAMIN“ aus den 90er-Jahren, entworfen von Lisa Norinder, kosteten ursprünglich knapp 17 Euro und wurden 2021 auf Catawiki für 58 Euro pro Stück verkauft, wobei sie auf Kleinanzeigenportalen sogar höhere Preise erzielen können. Abschließend zeigt die kugelähnliche Stehlampe von Carl Öjerstam aus den 90er-Jahren, die damals rund 32 Euro kostete und heute für 100 bis 300 Euro gehandelt wird, dass auch vermeintlich gewöhnliche Gebrauchsgegenstände im Laufe der Zeit zu begehrten Raritäten werden können.