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Babyschwimmen: Sicherheit geht vor – Warum Tauchen für Säuglinge gefährlich sein kann

Eine Mutter berichtet von ihren Erfahrungen beim Babyschwimmen, wo sie sich von Anfang an weigerte, ihr Kind unterzutauchen, obwohl dies von anderen Kursteilnehmern praktiziert wurde. Ihr Bauchgefühl sagte ihr, dass dies nicht richtig sei, und sie hielt ihr Kind fest. Später stellte sich heraus, dass ihre Bedenken absolut berechtigt waren, da namhafte Kinderärzte und Rettungsassistenten vor dem Untertauchen von Säuglingen warnen. Der angeborene Atemanhaltreflex, der Babys vor dem Einatmen von Wasser schützt, ist nicht von Dauer und kann bereits in den ersten Lebenswochen nachlassen. Ein unbedachtes Untertauchen kann daher zu schwerwiegenden, ja sogar tödlichen Folgen führen.

Experten wie Kinder- und Jugendarzt Dr. Florian Babor und Rettungsassistentin Celine Kilian betonen eindringlich, dass Babyschwimmen zwar eine gute Möglichkeit ist, Kinder an Wasser zu gewöhnen, das Untertauchen jedoch unbedingt vermieden werden sollte. Sie weisen darauf hin, dass die DLRG ebenfalls von solchen Übungen abrät. Viele Eltern teilen die anfänglichen Ängste und Unsicherheiten der Autorin, fühlen sich jedoch oft unter Druck gesetzt, wenn sie Sprüche hören wie „Dein Baby hat doch einen Tauchreflex, es wird das Unterwasser-Sein lieben“. Es ist entscheidend, diesem Druck nicht nachzugeben, denn die Sicherheit des Kindes hat oberste Priorität. Stattdessen sollten der Spaß am Planschen und ein gesunder Respekt vor dem Element Wasser im Vordergrund stehen.

Zudem ist es von größter Bedeutung, dass Eltern ihre Kinder im und am Wasser stets aufmerksam beaufsichtigen. Ein Schwimmabzeichen, selbst das Seepferdchen, bedeutet nicht, dass ein Kind vollständig sicher schwimmen kann. Ertrinken geschieht oft lautlos und unerwartet. Daher ist es unerlässlich, jederzeit in greifbarer Nähe zu sein, um im Notfall eingreifen zu können. Auch die Wahl der Badekleidung spielt eine Rolle: Helle, auffällige Farben erleichtern die Sichtbarkeit unter Wasser. Kindern sollte zudem klar vermittelt werden, dass sie niemals ohne Ankündigung und Begleitung ins Wasser gehen dürfen, um ihre Sicherheit zu gewährleisten und potenzielle Gefahren zu minimieren.