Im Jahr 2025 initiierte der Berliner Student Levi Penell erneut die humorvolle Aktion zur Wahl des „Boomer-Worts des Jahres“. Diese Initiative stellt eine charmante Gegenbewegung zur alljährlichen Kür des „Jugendworts des Jahres“ dar. Ziel ist es, ein klassisches, aber heutzutage selten gebrauchtes Wort aus dem Sprachschatz der Babyboomer-Generation (Jahrgänge 1946 bis 1964) wieder in den Fokus zu rücken und es auf humorvolle Weise zu ehren. Die Wahl soll die kulturellen Unterschiede und die Entwicklung der Sprache zwischen den Generationen aufzeigen und gleichzeitig ein Lächeln hervorrufen.
Die Idee hinter dieser Aktion stammt von Levi Penell, einem 24-jährigen Berliner Studenten, der in den sozialen Medien wie TikTok und Instagram eine große Fangemeinde von etwa einer Million Followern hat. Er ist bekannt für seine humorvollen Videos und seinen „Real Talk“. Penell kritisierte die Auswahl der Begriffe für das „Jugendwort des Jahres“ durch den Langenscheidt-Verlag als realitätsfern und zu sehr von der Perspektive älterer Generationen geprägt. Daraufhin schlug er im Jahr 2024 vor, dass die jüngere Generation stattdessen ein „Boomer-Wort“ wählen sollte – ein Wort, das aus der Mode gekommen ist und kaum noch verwendet wird. Er zitierte: „Da haben wir als Jugend mal den Spieß umgedreht und nicht mehr uns von Boomern erklären lassen, was Jugendsprache sein soll, sondern wir als Jugend haben mal den Boomern erklärt, was Boomersprache ist.“
Das „Boomer-Wort des Jahres“ 2025 ist „Baujahr“. Dieser Ausdruck, der als Synonym für „Geburtsjahr“ verwendet wird, scheint für viele Instagram- und TikTok-Nutzer typisch für die Babyboomer-Generation zu sein. Mit über 34 % der Stimmen setzte sich „Baujahr“ bei der Wahl durch, wie Levi Penell auf Instagram bekannt gab. Dieser Begriff weckt bei vielen Menschen Erinnerungen an Gespräche mit Babyboomern, in denen solche Formulierungen noch geläufig waren.
Für die Abstimmung rief der Influencer seine Community auf TikTok und Instagram dazu auf, typische Boomer-Wörter in den Kommentaren seiner Videos vorzuschlagen. Insgesamt gingen etwa 16.500 Kommentare ein. Aus diesen Vorschlägen wurden die sechs Wörter mit den meisten Likes ausgewählt, über die dann bis zum 23. Mai online abgestimmt werden konnte. Die zur Auswahl stehenden Wörter waren: „Baujahr“ (34,16 %), „Mein lieber Herr Gesangsverein“ (19,85 %), „Schabernack“ (12,87 %), „Trick 17“ (11,84 %), „Rechner“ (statt Computer) (11,62 %) und „Firlefanz“ (9,75 %).
Bereits im Vorjahr, 2024, fand eine ähnliche Abstimmung statt, bei der über 100.000 Nutzer online über das „Boomer-Wort des Jahres“ abstimmten. Damals standen aus der Community die Begriffe „Sportsfreund“, „knorke“, „Papperlapapp“, „schnabulieren“ und „Obacht“ zur Wahl. Zusätzlich schlug eine „Boomer-Wort-Experten-Jury“ fünf weitere Wörter vor: „Sapperlot“, „Firlefanz“, „flippig“, „harsch“ und „steiler Zahn“. Letztendlich gewann „Sportsfreund“ mit fast 49 % der Stimmen. Diese wiederkehrende Aktion verdeutlicht, wie viel Spaß es macht, die Sprachgewohnheiten der verschiedenen Generationen zu erkunden und zu würdigen.
Die Aktion von Levi Penell zeigt auf unterhaltsame Weise, wie Sprache die verschiedenen Generationen verbindet und wie kreative Initiativen in den sozialen Medien eine breite Öffentlichkeit erreichen können. Die Wahl von „Baujahr“ als „Boomer-Wort des Jahres“ 2025 ehrt einen Begriff, der sowohl nostalgische Gefühle hervorruft als auch zum Schmunzeln anregt und somit einen generationsübergreifenden Dialog anstößt.
