Der Deutsche Jugendliteraturpreis 2025 hat seine Nominierten bekannt gegeben. Aus 7.500 im Vorjahr erschienenen Kinder- und Jugendbüchern wählte die Jury 32 Titel aus, die nun um die begehrte Auszeichnung wetteifern. Diese Auswahl bietet inspirierende Lektüre für verschiedene Altersgruppen und Themen, von humorvollen Tiergeschichten bis zu tiefgründigen Reflexionen über das Erwachsenwerden. Die Gewinner werden am 17. Oktober 2025 auf der Frankfurter Buchmesse verkündet, und es lohnt sich, einen Blick auf diese herausragenden Werke zu werfen, die das junge Publikum in ihren Bann ziehen.
Ausgewählte Höhepunkte aus den Nominierungen für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2025
Die Spannung steigt für die Verleihung des Deutschen Jugendliteraturpreises 2025, die am 17. Oktober 2025 im Rahmen der renommierten Frankfurter Buchmesse stattfindet. Aus einem beeindruckenden Pool von 7.500 Neuerscheinungen des letzten Jahres hat eine fachkundige Jury 32 Bücher in die engere Wahl gezogen. Diese Titel, verteilt auf die Kategorien Kinderbuch, Jugendbuch und den Preis der Jugendjury, versprechen faszinierende Leseerlebnisse.
Für die jüngsten Leser ab 5 Jahren wurde unter anderem das entzückende Buch „Die Gurkentruppe“ nominiert. Diese Geschichte handelt von einer ungewöhnlichen Tier-WG, deren Mitglieder trotz ihrer Eigenheiten eine harmonische Gemeinschaft bilden. Die Jury lobte Leslie Niemöllers Werk als „Gute-Laune-Buch“ mit einem „humorvoll-sensiblen Umgang mit Schwächen und Stärken“, das Poesie und Einfachheit meisterhaft verbindet.
Im Bereich der Bücher für Kinder ab 8 Jahren sticht „Wir sind (die) Weltklasse“ hervor. Hier wird die Geschichte von Adam erzählt, dessen Familie aus Polen nach Deutschland zieht und schnell Anschluss in einer vielfältigen Klasse findet. Die Jury würdigt Tanya Lieskes Roman als eine „lebensbejahende Hommage an unkompliziert gelebte Diversität“, die den kindlichen Ton präzise trifft.
Für junge Leser ab 10 Jahren bietet „Der Vogel in mir fliegt, wohin er will“ eine bewegende Geschichte. Das Buch erzählt von Berta, die im ländlichen Schweden des frühen 20. Jahrhunderts ihren Traum vom Malen verfolgt, entgegen den Erwartungen ihres Vaters. Sara Lundberg verschmilzt in diesem Werk Realität und Fiktion und schafft laut Jury eine „Bild- und Wortlandschaft, die von schöpferischer Kraft erzählt.“
Ebenfalls ab 10 Jahren ist „Oma verbuddeln“ nominiert. Mina, Paul und Annie sind plötzlich Waisen und finden unerwartet bei ihrer Großmutter an der Ostsee ein neues Zuhause. Birgit Schössows Buch wird von der Jury als „mutiger Kinderroman“ beschrieben, der mit „bildstarker Sprache, warmherzigem Humor und kriminalistischer Spannung“ die Kraft des Lebens feiert.
Ein weiteres herausragendes Werk für diese Altersgruppe ist „Von hier aus kann man die ganze Welt sehen“. Dee, die in einem Hochhaus voller verschiedener Menschen lebt, entdeckt einen rätselhaften Brief und macht sich auf die Suche nach dessen Besitzer. Enne Koens erschafft laut Jury eine „liebevoll-neugierige Sicht auf verschiedene Lebensrealitäten“, die Sehnsucht nach Familie und Freundschaft thematisiert.
Ab 9 Jahren fesselt „Himmelwärts“ die Leser mit der Geschichte von Toni und ihrer Freundin YumYum, die per selbstgebautem Radio Kontakt ins All suchen. Karen Köhlers Roman wird als „Feuerwerk philosophischer und sprachästhetischer Erzählkunst“ gelobt, das auf einfühlsame Weise Trauer und die Wunder des Daseins behandelt.
In der Kategorie Jugendbuch ab 12 Jahren findet sich „Gras unter meinen Füßen“, das die Geschichte der neunjährigen Ada erzählt, die vor den Londoner Bombenangriffen aufs Land flieht und dort Vertrauen lernt. Kimberly Brubaker Bradleys Buch berührt tief und zeigt den „empowernden Selbstfindungsweg eines resilienten Kindes.“ Ein weiteres Jugendbuch ab 12 Jahren ist „Und die Welt, sie fliegt hoch“, das von Juri handelt, der sich mit seiner alten Bekannten Ava über Chats und Sprachnachrichten austauscht. Sarah Jäger entfaltet einen „stilistisch fein modellierten Dialog“, der die Bedeutung von Begegnung, Vertrauen und Freundschaft betont.
Für Leser ab 14 Jahren ist „Pony“ nominiert. Silas, der einen Blitzschlag überlebt hat und dessen bester Freund unsichtbar ist, begibt sich auf die Suche nach seinem entführten Vater. Die Jury beschreibt das Buch als „actiongeladene Szenen mit realistischer Verankerung“, die mystische Elemente und die Selbstfindung eines Jungen miteinander verbinden. „Wohin das Licht entflieht“ erzählt die ergreifende Geschichte der 14-jährigen Marzia, die mit ihrer Familie vor einem Raketenangriff fliehen muss. Die Notizen basieren auf realen Ereignissen und fügen sich zu einer „Road Novel“, die mit „großer Wortkunst und scharfem Sinn für Skurriles“ bewegt.
Ebenfalls ab 14 Jahren wurde „Elektrizität und Himmelsfische“ ausgezeichnet. Es erforscht Themen wie Identität, Herkunft und Selbstakzeptanz durch die Augen von Moud, der auf einer Reise in den Iran Familiengeheimnisse entdeckt. Abdi Nazemian verwebt laut Jury „drei Erzählstränge und Perspektiven zu einem schillernden Teppich.“
Der Preis der Jugendjury, ebenfalls ab 14 Jahren, ehrt Bücher wie „Fucking fucking schön – das erste Mal“ von Eva Rottmann. Das Buch erzählt zehn Geschichten über Gefühle, Liebe und Sex, die von der Jugendjury als „umwerfend schön“ und lebensecht beschrieben werden. „Kanak Kids“ handelt von der Teenagerin Dessi, die zwischen zwei Identitäten in München navigiert. Die Jugendjury würdigt die „authentisch konzipierte“ Darstellung und die Auseinandersetzung mit Identitätsfragen. „freilaufende dichter*innen“, eine Sammlung moderner Gedichte der 15-jährigen Ellen, wurde ebenfalls nominiert. Die Jugendjury lobt die Art und Weise, wie die Gedichte „Gefühlschaos und Fragen des Erwachsenwerdens“ widerspiegeln. Schließlich ist „No Alternative“ ein bewegender Roman über ein junges Mädchen, das sich radikal für den Naturschutz einsetzt. Die Jugendjury hebt hervor, dass der Autor eine fiktive Organisation schafft, die „authentisch konzipiert und lebensecht dargestellt ist“ und wichtige Fragen zur Zukunft aufwirft. Auch „Der Duft von Grün“ für Leser ab 16 Jahren, über die blinde Raven, die bei ihrer Mutter lebt und alltägliche Teenager-Erlebnisse meistert, wird von der Jugendjury für den „sensiblen Einsatz von Farbsymbolik“ und die „empathische Betrachtungsweise“ gelobt.
Diese sorgfältig ausgewählten Werke bieten nicht nur unterhaltsame Geschichten, sondern regen auch zum Nachdenken an und sind wertvolle Impulse für junge Leser. Die Preisverleihung auf der Frankfurter Buchmesse wird mit Spannung erwartet, wenn die Gewinner dieser vielfältigen und bedeutsamen Bücher bekannt gegeben werden.
Die jährliche Nominierung für den Deutschen Jugendliteraturpreis ist ein bedeutsames Ereignis, das die Vielfalt und Tiefe der Jugendliteratur hervorhebt. Es zeigt nicht nur, wie Autoren und Illustratoren junge Leser mit relevanten Themen ansprechen, sondern auch, wie wichtig es ist, Literatur als Spiegel der Gesellschaft zu betrachten. Die ausgewählten Bücher behandeln Identität, Familie, Verlust, Freundschaft und gesellschaftliches Engagement, Themen, die für die persönliche Entwicklung Heranwachsender von großer Bedeutung sind. Als Leser freut man sich auf diese inspirierenden Werke, die oft Mut machen und zum Nachdenken anregen.
