Nomos Glashütte hat sich entschlossen, ein klares Statement gegen die Verbreitung von Hass und Falschinformationen abzugeben, indem das Unternehmen gezielt Demokratie-Workshops für seine Belegschaft anbietet. Dieses Engagement, das auf frühere öffentliche Stellungnahmen gegen Intoleranz und Gewalt in Sachsen aufbaut, zielt darauf ab, die Mitarbeitenden in einer zunehmend komplexen Welt zu stärken und die Werte einer freien Gesellschaft zu verteidigen. Die Initiative, unterstützt durch Kooperationen wie dem Business Council for Democracy, unterstreicht die Überzeugung, dass Unternehmen eine wichtige Rolle bei der Förderung demokratischer Prinzipien spielen müssen. Dabei geht es nicht um parteipolitische Einflussnahme, sondern um die Schaffung eines Umfelds, in dem Meinungsfreiheit und Toleranz gedeihen können, um auch zukünftigen Generationen eine Welt der Freiheit zu ermöglichen. Dieses soziale Engagement ist tief in der Firmenphilosophie verankert und zeigt, dass unternehmerisches Handeln weit über reine Wirtschaftlichkeit hinausgehen kann, indem es sich aktiv für gesellschaftliche Werte einsetzt.
Die anhaltenden Herausforderungen durch demokratiefeindliche Tendenzen weltweit haben Nomos Glashütte in seiner Haltung bestärkt. Trotz der Zunahme populistischer Bewegungen und der damit verbundenen Unsicherheiten betont das Unternehmen die Notwendigkeit, sich für Rechtsstaatlichkeit und ein attraktives gesellschaftliches Umfeld einzusetzen. Dies gewährleistet nicht nur die Planbarkeit für ein international agierendes Unternehmen, sondern auch die Anziehung der besten Talente. Durch Argumentationstrainings, Medienkompetenzschulungen und die Auseinandersetzung mit Hate Speech in sozialen Medien werden die Mitarbeitenden befähigt, sich aktiv gegen Desinformation zu wehren und ihre Stimme für demokratische Werte zu erheben. Die Ablehnung von Eskapismus zugunsten aktiver Verantwortung ist dabei ein zentrales Motiv, das auch im Design der Uhren von Nomos Glashütte Ausdruck findet: Schlichtheit und Zeitlosigkeit symbolisieren einen demokratischen Luxus, der die Persönlichkeit des Trägers unterstreicht und Kompetenz ausstrahlt, statt nur materiellen Reichtum zu repräsentieren.
Engagement für eine tolerante Gesellschaft
Nomos Glashütte engagiert sich seit Jahren für eine freie und offene Gesellschaft. Die Manufaktur bietet Workshops für ihre Mitarbeiter:innen an, um diese in Fragen der Demokratie zu schulen und zu stärken. Diese Initiativen sind eine Reaktion auf besorgniserregende Entwicklungen wie die Zunahme von Hass und Desinformation, die bereits 2014 mit den Pegida-Demonstrationen und später den Ausschreitungen in Heidenau und Chemnitz ihren Anfang nahmen. Nomos hat sich entschieden, über bloße öffentliche Statements hinauszugehen und konkrete Schritte zur Förderung demokratischer Werte zu unternehmen. Ziel ist es, den Kolleg:innen ein Rückgrat in gesellschaftlich schwierigen Zeiten zu geben und sie zu befähigen, sich aktiv für Toleranz und Weltoffenheit einzusetzen. Dies sichert nicht nur die Unternehmenswerte, sondern trägt auch dazu bei, dass kommende Generationen in Freiheit leben können.
Das Engagement von Nomos Glashütte ist eine direkte Antwort auf die wachsende Notwendigkeit, demokratische Prinzipien aktiv zu verteidigen. Die Initiative begann mit internen Workshops und wird seit einigen Jahren in Kooperation mit dem Business Council for Democracy (BC4D) fortgesetzt. Es geht nicht darum, parteipolitisch Einfluss zu nehmen, sondern darum, die Mitarbeitenden zu ermutigen, für eine freiheitliche Gesellschaft einzustehen. Angesichts der Verschlechterung der politischen Lage in vielen Teilen der Welt, wie dem Aufstieg populistischer Bewegungen in den USA und Deutschland, sieht sich Nomos in seiner Haltung bestärkt. Judith Borowski betont, dass ohne solche Initiativen die Welt nicht besser wäre. Sie verweist auf die negativen Auswirkungen und Sorgen, die Entwicklungen wie der Brexit oder Trumps Zollpolitik für international agierende Unternehmen mit sich bringen. Eine stabile Demokratie und Rechtsstaatlichkeit sind essenziell für Planbarkeit und um die besten Talente anzuziehen, was wiederum Toleranz und Weltoffenheit erfordert. Nomos Glashütte versteht Demokratie als eine fundamentale Grundlage, die kontinuierlicher Pflege bedarf.
Herausforderungen und Verantwortung von Unternehmen
Obwohl Nomos Glashütte für sein pro-demokratisches Engagement viel Anerkennung erhalten hat, musste das Unternehmen auch Kritik einstecken. Die Maxime „The business of business is business“ wurde oft zitiert, um die Rolle von Unternehmen auf rein wirtschaftliche Aktivitäten zu beschränken. Doch Nomos hält an der Überzeugung fest, dass Wirtschaft untrennbar mit Politik verbunden ist und dass Wohlstand sowie Arbeitsplätze von einer stabilen Demokratie abhängen. Die deutsche Geschichte habe die Gesellschaft für gefährliche Entwicklungen sensibilisiert, und als Exportnation sei die Bedeutung von Weltoffenheit und internationaler Zusammenarbeit klar. Die Workshops bei Nomos Glashütte sind darauf ausgelegt, einen sicheren Raum für den Austausch und die Stärkung der Mitarbeitenden zu schaffen, ohne dabei parteipolitisch zu agieren. Dies geschieht durch Argumentationstrainings, Medienkompetenzschulungen und die Aufklärung über Fake News und Hate Speech, um die Mitarbeiter:innen im Umgang mit Desinformation zu befähigen.
Die Debatte darüber, ob sich Unternehmen politisch äußern sollten, hat sich verschoben. Immer mehr wird erkannt, dass wirtschaftlicher Erfolg und gesellschaftliches Wohlergehen in direktem Zusammenhang mit demokratischen Strukturen stehen. Das erfolgreiche Business Council for Democracy, dem sich über 180 Unternehmen wie die Deutsche Bank, Volkswagen und Lufthansa angeschlossen haben, belegt diese Entwicklung. Während in den USA große Unternehmen im Zweifelsfall nachgeben könnten, wird die deutsche Demokratie als stabiler eingeschätzt. Nomos Glashütte empfängt Vertreter aller demokratischen Parteien und betont die politische Neutralität der Workshops, die darauf abzielen, Mitarbeitende zu ermutigen, ihre eigenen Meinungen zu bilden und sich gegen Desinformation zu wehren. Die Workshops schaffen sichere Umgebungen, in denen Ängste geteilt und die Selbstsicherheit gestärkt werden, frei von Hierarchien. Inhalte wie Bilderrückwärtssuche und der Umgang mit Hate Speech im Netz sind integraler Bestandteil. Nomos vertritt die Ansicht, dass reiner Eskapismus in der aktuellen Zeit keine Lösung ist. Vielmehr sehen sie es als Verantwortung, sich für Freiheit und Nachhaltigkeit einzusetzen, was sich auch im schlichten, zeitlosen Design ihrer Uhren widerspiegelt, die für einen „demokratischen Luxus“ stehen.
