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Sophie Ellis-Bextor: Musik, Mutterschaft und die Macht des Älterwerdens

In diesem tiefgehenden Interview gewährt uns die britische Sängerin Sophie Ellis-Bextor einen Blick hinter die Kulissen ihres musikalischen Schaffens und ihres Privatlebens. Sie beleuchtet, wie ihr neuestes Album „Perimenopop“ entstanden ist, und teilt ihre persönlichen Ansichten zum Älterwerden und zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Klänge, die trösten und beflügeln

Warum Musik in stürmischen Zeiten Balsam für die Seele ist

Sophie Ellis-Bextor betont, dass Musik in unsicheren Zeiten mehr denn je eine Quelle der Lebensfreude sein kann. Sie sieht in der Musik sowohl ein Ventil für Emotionen als auch eine Möglichkeit, dem Alltag zu entfliehen. Sobald die richtigen Melodien erklingen, fühlt sie sich besser und findet Trost. Dieser Gedanke, sich durch Klänge neu zu erfinden, ist besonders reizvoll, wenn man sich niedergeschlagen fühlt.

Die Inspiration hinter „Perimenopop“: Ein Plädoyer für das Feiern des Alters

Mit 46 Jahren und umgeben von Freundinnen im gleichen Alter, ist das Thema Perimenopause für Sophie Ellis-Bextor allgegenwärtig. Sie weigert sich jedoch, dieses Lebenskapitel als düster zu betrachten. Im Gegenteil, sie empfindet Freude daran, als Frau mittleren Alters das zu tun, was sie liebt, und möchte diese Einstellung mit ihren Liedern zelebrieren. Das Album „Perimenopop“ ist somit eine Hommage an die Akzeptanz des Älterwerdens und die fortwährende Lebenslust.

Gelassenheit im Wandel der Zeit: Sophies positive Sicht auf das Altern

Sophie Ellis-Bextor äußert eine sehr positive Haltung zum Älterwerden. Sie schätzt die gesammelten Erfahrungen und die langjährigen Freundschaften, die das Leben bereichern. Besonders hervorzuheben ist ihre Klarheit darüber, wer sie ist und was ihr guttut. Dies ermöglicht es ihr, sich von Dingen zu lösen, die nicht mehr zu ihrem Leben passen, und somit gelassener und zufriedener durchs Leben zu gehen.

Popmusik ohne Altersgrenzen: Ein Mythos wird entlarvt

Das Vorurteil, Popmusik sei ausschließlich jungen Menschen vorbehalten, entpuppt sich für Sophie Ellis-Bextor als reiner Mythos. Sie beobachtet an ihrem ältesten Sohn, einem begeisterten Musikliebhaber, dass das Alter der Künstler für die jüngere Generation keine Rolle spielt. Talent und Ausdruckskraft sind entscheidender als das Geburtsdatum, was die universelle Anziehungskraft von Popmusik unterstreicht.

Lehren aus dem Mütterleben: Wertschätzung für Arbeit und Leidenschaft

Als Mutter von fünf Söhnen und Gastgeberin des Podcasts „Spinning Plates“, in dem sie sich mit anderen berufstätigen Müttern austauscht, hat Sophie Ellis-Bextor wertvolle Erkenntnisse gewonnen. Sie hat gelernt, ihre eigene Arbeit mehr wertzuschätzen und sie bewusst in das Familienleben zu integrieren. Indem sie ihre Söhne daran teilhaben lässt, zeigt sie ihnen, dass harte Arbeit und Leidenschaft für den Beruf wahre Lebensfreude schenken können.

Vom Experiment zur tiefen Bedeutung: Ehrgeiz im Wandel der Mutterschaft

Vor ihrer Mutterschaft experimentierte Sophie Ellis-Bextor oft auch mit Dingen, die für sie vielleicht keine große Bedeutung hatten. Doch mit der Geburt ihres ersten Kindes änderte sich dies grundlegend. Jedes Lied, jedes Konzert musste nun einen echten Wert haben, um die Zeit abseits ihrer Kinder zu rechtfertigen. Diese neue Perspektive führte dazu, dass sie nur noch Projekte verfolgte, die von tiefer Bedeutung waren, was ihren künstlerischen Ehrgeiz auf eine neue Ebene hob.